Am vergangenen Wochenende stand im schweizerischen Uster im Sportkanton Zürich ganz das Judo im Mittelpunkt. Der Ustemer Judoclub hatte gemeinsam mit Special Olympics Switzerland und Swiss Adaptive Judo ein abwechslungsreiches Judowochenende auf die Beine gestellt. Auf dem Programm standen unter anderem Taiso, Masterclass-Trainingseinheiten, Mannschaftswettkämpfe der Nationalliga, Adaptive Judo sowie verschiedene Shiai-Formate.
Für den Auftakt des Wochenendes wurde Udo Tietz aus der Taiso-Kommission des Deutschen Judo-Bundes (DJB)eingeladen, eine gemeinsame Taiso-Einheit zur Eröffnung zu leiten.
Und die Resonanz war beeindruckend: Neben Leistungssportlern, Breitensportlern, Trainern, Ligakämpfern und ID- sowie Adaptive-Judoka fanden sich auch zahlreiche Zuschauer auf der Matte ein. Viele von ihnen waren es gewohnt, das Geschehen vom Mattenrand aus zu verfolgen – diesmal machten sie einfach selbst mit.
So kamen fast 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen und erlebten über eine Stunde lang, was Taiso alles zu bieten hat. Gemeinsam wurden Übungen aus den Bereichen Erwärmung, Kräftigung, Stabilisation, Mobilisation, Dehnung, Gleichgewicht und Koordination ausprobiert. Auch bewusstes Atmen und Elemente aus der Kata gehörten dazu. Dabei floss natürlich der ein oder andere Schweißtropfen – vor allem aber stand der Spaß an der Bewegung im Vordergrund.
Für Alexis Landais, ehemaliger französischer Leistungssportler und heutiger CEO des Luxemburger Judoverbandes, war die Taiso-Einheit die perfekte Vorbereitung auf seine anschließende Masterclass.
Der Auftakt zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig Taiso ist und dass es Menschen unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder Judoerfahrung zusammenbringen kann. Die durchweg positiven Rückmeldungen und das große Interesse haben gezeigt: Taiso hat auch in der Schweiz viel Potenzial – und ist längst mehr als nur eine Erwärmung.