Deutsche Einzelmeisterschaften U18 und U21 wbl. in Herne am 04. & 05.03.2017

So sehen Sieger aus...
Stolze Gewinner, stolze Trainer

Am Wochenende vom 4. und 5. März 2017 fanden in Herne / NRW traditionell die Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse U18 statt, und wie jedes Jahr starteten die Männer am Samstag und die Damen durften am Sonntag nachlegen.
Für den Sportclub Charis starteten Natalie Möckel bis 52 kg und Cheyenne Schneider bis 70 kg. Ihr Trainer Christian Kaczmarek war in Doppelfunktion vor Ort: als Verbandstrainer des Judo Verbands Berlin und als Betreuer für die Beiden.
Den Anfang an diesem Sonntag machte Natalie Möckel. Nach einem Freilos in der 1. Runde hatte Natalie es in Runde zwei mit Helene Grau von der TSG Backnang zu tun. Nach einem schön tief angesetzten Morote-seoi-nage gewann Natalie ihren 1. Kampf mit Waza-ari. Im zweiten Kampf hieß ihre Gegnerin Bente Fünfgelder vom SV Schwarza aus Thüringen. Natalie konterte den tief angesetzten Ippon-seoi-nage ihrer Gegnerin mit einer gerollten Würgetechnik und zwang sie somit zur Aufgabe. Beim Einzug ins Finale ging es nun darum die erhoffte Medaille sicher zu haben oder noch mal zu bangen und um Platz drei zu kämpfen.
Leider hatte Natalie gegen Seija Ballhaus von der T.H. Eilbeck aus Hamburg bereits nach wenigen Sekunden das Nachsehen. Im Kampf um Platz drei und somit die letzte Chance für einen Platz auf dem Podest musste Natalie gegen Laura Hiller vom 1. Judo Club Münchengladbach auf die Matte. Und schade, schade, Natalie konnte sich gegen die starke Linkskämpferin nicht  durchsetzen und verlor den Kampf in der Verlängerung mit einem Shido und stand am Ende des Tages auf dem undankbaren fünften Platz.

Cheyenne Schneider hatte am Anfang des Jahres die Gewichtsklasse von -63 kg in -70 kg gewechselt. Um so erfreulicher war es, dass sie den Sprung zur Deutschen Meisterschaft geschafft hatte.
Der Start in's Turnier war schwer für Cheyenne. Ihre erste Gegnerin, Jasmin Heinz vom TSV Leinfelden war stark. Erst nach der vollen Kampfzeit von 4 Minuten, gelang es Cheyenne, den Kampf mit einem Waza-ari für eine Abtauchtechnik für sich zu entscheiden. In der zweiten Runde hieß ihre Gegnerin Sarah Vinke vom Nordhorner Judo Club aus Niedersachsen. Diesen Kampf gewann Cheyenne bereits nach 17 Sekunden mit Ippon für einen wunderschönen Hiza-guruma. Der Einzug ins Halbfinale war wieder härter: es über die volle Kampfzeit und erst nach 2 Minuten in der Verlängerung erzielte Cheyenne eine Waza-ari Wertung und entschied den Kampf für sich. Im Halbfinale wartete Hannah Opitz vom JC Wiesbaden. Hanna Opitz ist neben der Deutschen Meisterschaft in der U18 auch bereits für die Deutsche Meisterschaft in der U21 qualifiziert. Somit sollte sie ein richtig harter Gegner sein. Um so erfreulicher war es, dass Cheyenne durch eine schöne Kombination den Kampf bereits nach eineinhalb Minuten mit O-soto-gari gewinnen konnte.
Die Medaille war  nun sicher. Die Frage war nur: würde es für Gold reichen oder trägt Cheyenne den Titel einer Vizedeutschen Meisterin nach Hause? Ihre Gegnerin sollte die amtierende Deutsche Meisterin der Gewichtsklasse bis 70 kg, Marlene Galandie vom UJKC Potsdam, sein. Marlene ließ nichts anbrennen, beendete Cheyennes Siegesserie und damit hieß es am Ende eines harten Wettkampftages: Cheyenne Schneider = Vizedeutsche Meisterin.
Wir gratulieren Cheyenne zu diesem ungaublichen Ergebnis und freuen uns auf die weiteren Höhepunkte in diesem noch jungen Wettkampfjahr.
Natalie wünschen wir viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft U21 am Wochenende vom 11.03.2017 in Frankfurt/Oder.

Die Wettkampflisten können übrigens hier eingesehen werden.

Unser Trainer, Christian Kaczmarek, hat auch ein kleines Video im Angebot. Klickt hier.